| Browsergames - Teil 1 |
| Geschrieben von Avantenor | |
| Wednesday, 1. October 2008 | |
Die DSA-Browsergames - Ein Erfahrungsbericht Mit Drakensang meldet sich DSA wieder erfolgreich zurück im PC-Markt. Die Lizenzverwalter der Chromatrix GmbH bewiesen mit Radon Labs ein glückliches Händchen bei der Vergabe der DSA-Lizenz. Drakensang sorgt für positive Resonanz unter Spielern und Aventurien avanciert zum neuen Ausflugsziel für Computer-Rollenspieler. Doch was tun, wenn man Ardos Ermordung bereits gerächt und alle Aufgaben der Drachenqueste erfolgreich gelöst hat? Ein Addon oder Nachfolger dürften noch ein Weilchen auf sich warten lassen. Hier möchte Chromatrix gerne eine Lösung des Problems anbieten: Die DSA-Browsergames.Bereits vor einigen Jahren konnte die Chromatrix zusammen mit Elkware erfolgreich eine Reihe Solo-Abenteuer für Mobiltelefone umsetzen. Soloabenteuer haben ihren Ursprung im Pen&Paper und sollen Spielern die Möglichkeit geben, auch alleine ohne Freunde eine Runde in der geliebten Spielwelt verbringen zu können. Das Prinzip ist simpel und fand auch in der Literatur ihren Niederschlag: Im Abenteuerheft wird der Beginn der Geschichte eines Helden - Eures Helden - erzählt. Was wie ein normales Buch anfängt, erfordert später Entscheidungen vom Leser / Spieler. "Du siehst vor Dir, wie zwei Orks einen Elfen attackieren. Was tust Du?" Es werden eine Reihe von Möglichkeiten angeboten und je nach Wahl des Spielers muss er dann zu einem bestimmten Abschnitt / Seite springen. Je nach Entscheidung können die Abenteuer damit einen ganz unterschiedlichen Verlauf nehmen. So bietet ein solches Abenteuer zwar nicht annähernd die Freiheit einer richtigen Rollenspielrunde, doch kann dem Spieler hier mit einfachen Mittel zumindest eine Art Scheinfreiheit simuliert werden. Die Browsergames der Chromatrix sind keine typisches Browserspiele wie OGames oder Konsorten. Die Wurzeln liegen eindeutig im Rollenspiel-Regelwerk. Wer ausgefeilte taktische Kämpfe, großangelegtes Monsterschnetzeln und Looten erwartet, der ist im falschen Boot. Ihr werdet permanent an die Hand genommen, es gibt kein Reisesystem oder Zufallskämpfe. Ihr lest ein Buch. Es gibt zwar Entscheidungsmöglichkeiten, die den Verlauf des Spiels maßgeblich beeinflußen können, aber die sind wie gesagt von einem Autor maßgeblich vorbestimmt. Die Motivation des Spielers ist daher vorrangig das Nacherleben einer Abenteuergeschichte mit der Möglichkeit, gewisse Entscheidungen zu ihrem Verlauf treffen zu können. Damit werden erstmal vor allem die DSA-Rollenspieler angesprochen. Aber auch wer grundsätzlich auf Fantasy-Abenteuergeschichten steht und den Gedanken reizvoll findet, ein wenig Einfluß auf ihren Verlauf nehmen zu können, ist prinzipiell richtig. Das Spiel beginnt klassisch mit der Wahl eines Charakters. Ähnlich wie auch bei Drakensang stehen einige Archetypen zur Auswahl. Es handelt sich jedoch um andere Typen als im Computerspiel und beschränkt sich auf verschiedenste Kämpfer- / Schurkentypen. Magier und Geweihte sind nicht vertreten, Magie und Karma nicht verfügbar. Alle Werte sind starr vorgegeben - und leider nicht einsehbar. Es bleibt Euch anhand einer Charakter-Beschreibung überlassen, ob Euch der Charakter zusagt. Anschließend könnt Ihr noch das Geschlecht bestimmen und einen Namen vergeben - fertig ist der Held. Aus der Liste Eurer Spiele sucht Ihr das gewünschte Abenteuer heraus, in unserem Fall "Verschwörung in Ferdok". |