Session 3: Was da so kreucht und fleucht (und wie man es entdeckt)
Gestern habe ich ein wenig über die Kämpfe mit der heimischen Fauna erzählt. Ein toter Wolf, Wildsau oder Bär hat aber auch einen Nutzen. Die Viecher hinterlassen allerlei verwendbare Utensilien, die z.B. für die Herstellung von Gegenständen nützlich sein könnten – vorausgesetzt man beherrscht die Tierkunde. Wer die entsprechenden Talente nicht ausgebaut hat, bekommt nur die Fellfetzen, aber niemals das komplette Fell oder die anderen verwertbaren Bestandteile. Man merkt, das Regelwerk spielt an vielen kleinen Stellen rein. Wer DSA kennt, wird durch solche Kleinigkeiten belohnt. Man ist aber nicht immer unbedingt gezwungen, es auszuspielen. Wer es tut, erhält einen Bonus, wer nicht, hat zumindest in den ersten Leveln, die ich erkunden durfte, keinerlei Nachteil dadurch. Es bliebe zu prüfen, ob das in den späteren Leveln auch noch der Fall ist. Was hier einzig auffällt, dass gerade beim Plündernbildschirm der Rechtsklick auf Gegenstände nicht funktioniert.
Was für Tiere gilt, gilt auch für Pflanzen. Es gibt verschiedene florale Existenzen, die sich gut als Salbe oder Entgiftungstee machen. Vorausgesetzt... richtig - Pflanzenkunde. Wer das beherrscht, kann sie nicht nur bei gelungener Würfelprobe ernten, sondern bekommt sie auch noch auf der Minimap in der linken oberen Ecke angezeigt. Fallen und verborgene Türen gibt es natürlich auch. Letzteres basiert übrigens auf dem (bislang sehr geheimnisvollen) Talent Zwergennase.
 Levelkarte
Die kleine Karte in der Ecke ist prinzipiell ein hilfreiches Teil. Es zeigt – bei entsprechend vorhandenen Talentwerten – umherstreunende Gegner und nützliche Pflanzen, interessante Gesprächspartner, aber auf alle Fälle mal wichtige Personen und Orte. Auftraggeber und Zielorte einer Quest werden per Symbol eingeblendet (und nach Erledigung v. a. auch wieder ausgeblendet). Eine Bewegung mit der Maus über das Symbol zeigt ein Tooltip mit dem Namen des Objektes / der Person. Alles wird genauestens dokumentiert und sieht dazu auch noch richtig ästhetisch aus. Scheinbar handgezeichnete, auf alt getrimmte topographische Karten mit Inschriften. Kein schnödes „von oben“-Bildchen des Levels aus dem Editor. So sieht gute deutsche Wertarbeit aus. Es sind die Kleinigkeiten, die einem immer wieder Freude bereiten. Daß man selbst keine Eintragungen vornehmen kann, fiel mir in den mir zugänglichen Bereichen zumindest nicht negativ auf. Leider dreht sie sich bei Positionsänderung der Kamera nicht automatisch mit. Dieses Feature würde ihr noch fehlen. Es wird lediglich der Sichtbereich des Charakters angedeutet.
Etwas fehlt allerdings tatsächlich: Die Highlight-Funktion. Man kennt es ursprünglich aus Diablo 2, mittlerweile auch aus Neverwinter Nights. Ein Druck auf eine bestimmte Taste hebt verwendbare Gegenstände, Truhen und Türen hervor. Das fehlt in Drakensang schlichtweg und macht die Suche nach Kräutern manchmal etwas fizzelig. Eine Minimap kann so gut sein wie sie will, aber der Positionspfeil für den Charakter war noch nie eine Hilfe, wenn man einen (*Übertreibung*) 5 Pixel großen Gegenstand gesucht hat. Neben der Vergleichsoption ein Feature, das man sich gewünscht hätte.
Soviel zu dem Thema, mehr zum Charaktersystem und Steigerungsmöglichkeiten im nächsten Update.
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