DSA und der PC
Gibt es eigentlich noch andere DSA-Spiele?
 Sternenschweif Prinzipiell ja. Im Gegensatz zu Dungeons & Dragons gab es bei den PC-Umsetzungen von Das Schwarze Auge jedoch ein Auf und Ab. 1992 veröffentlichte der deutsche Software-Entwickler Attic "Die Schicksalsklinge", den Auftakt zu einer Rollenspiel-Trilogie, die unter dem Namen "Nordland-Trilogie" (NLT) weltweite Anerkennung fand. Es folgten 1994 "Sternenschweif" und als Abschluß 1996 "Schatten über Riva". Kleiner Einschub am Rand, Guido Henkel, einer der 3 Köpfe von Attic (u. a. als Komponist des fantastischen Soundtracks), verließ die Firma nach Teil 3 und übernahm bei Black Isle vorrübergehend den Posten des Produzenten für das D&D-CRPG „Planescape: Torment “.
Nach der NLT gab es zwei weitere Anläufe zu einem DSA-Spiel, namentlich LMK von Attic / Larian und Armalion von Ikarion. Keines davon wurde jedoch fertiggestellt. Am dramatischsten wohl das Schicksal von Armalion, das bereits zu ¾ fertiggestellt durch den den Konkurs von Entwickler Ikarion sein jähes Ende fand – es fand sich einfach kein Geldgeber für ein DSA-RPG. Ascaron erwarb aus der Konkursmasse die Technik und machte daraus schließlich das Action-RPG „Sacred“, das zwar zu einem weltweiten kommerziellen Erfolg wurde, mit DSA aber rein gar nichts mehr am Hut hatte.
 Armalion Seitdem wollte sich niemand mehr so richtig an diese Lizenz heranwagen. Lediglich im Segment der Handyspiele erschienen von der Firma Chromatrix mehrere Soloabenteuer. 2001 taten sich schließlich doch noch der Entwickler Radon Labs und Chromatrix als Lizenzvermittler zusammen, um endlich wieder ein DSA-CRPG auf den Weg zu bringen. Mit dtp / Anaconda fand sich 2005 schließlich ein engagierter Publisher für das ehrgeizige Projekt und 2006 konnten endlich die Entwicklungsarbeiten richtig beginnen.
Besteht ein Zusammenhang zwischen Drakensang und der Nordland-Trilogie? Kann ich in guter Tradition meine Helden aus alten NLT-Tagen wieder importieren?
Auf beide Fragen lautet die Antwort: Nein. Die Nordland-Trilogie (NLT) handelt zeitlich vor Drakensang. Es gibt inhaltlichen und auch technisch keinerlei Bezug zur NLT. Natürlich ist die NLT ein großes Vorbild, daher wird als Reminiszenz an die ersten DSA-Computerspiele der Überland-Reisebildschirme der ersten beiden NLT-Teile seine Wiedergeburt in Drakensang feiern. Ansonsten wird Drakensang die technischen Möglichkeiten der heutigen Zeit nutzen, auch in Hinsicht auf das Kampfsystem (s. "Kampfsystem" )
Neben fehlendem inhaltlichen Bezug und zeitlichem Abstand zur NLT sprechen mehrere Gründe gegen einen Heldenimport. Die NLT basiert auf einer Mixtur der alten DSA-Regelwerke 2 & 3, die in vielen Bereichen anders funktionieren als das aktuelle Regelwerk DSA 4. Ebenso wurde die Heldengruppe bei Drakensang auf 4 permanente Mitglieder (statt 6 wie bei der NLT) festgelegt, wobei hier wiederum nur einer vom Spieler selbst erstellt werden kann. Die Handlung von DraSa ist genau auf diesen Hauptcharakter zugeschnitten.
Weitere Infos auf unserer Seite:
Die Geschichte der NLT (von Crystal)
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